Auf dieser Seite möchte ich mal zu Wort kommen. Wer ich bin? Ich bin ein Kuscheltier, heiße Fuchs und bin das Maskottchen der Blaufüchse. Manchmal werden die 24 Kinder auch als Gruppe D angesagt. Das kommt noch aus einer Zeit, als wir Gruppenfüchse mit unseren Namen noch keinen Einzug gehalten hatten. Die meiste Zeit verbringe ich auf dem Teppich in der Mitte des Zimmers, von da aus kann ich den Blaufüchsen bei ihrer intensiven Arbeit zu sehen.
Unser Gruppenzimmer ist nach dem Neubau des Hauses Omega umgezogen. Die damaligen Schüler haben sorgfältig mitgeplant. Die Anordnung der Tische und der Tafel, der Platz für den Lehrertisch und die Aufteilung der in Gebiete unterteilten Regale wurden auf dem Grundriss aufgelegt, verschoben, für gut befunden und wieder verworfen. Am Ende dieses Projektes entstand unser schönes Zimmer. Wenn ihr euch jetzt vorstellt, dass ich immer im blauen Zimmer bin, muss ich euch unbedingt noch etwas erzählen.
Hin und wieder kommen verschiedene Leute zu uns in die Gruppe, um zu sehen, was das Besondere am Lernen in einer Montessori-Schule ist. Manchmal kommen da Lehrer und Erzieher aus anderen Einrichtungen oder auch ehemalige Blaufüchse und Studenten, um ein Praktikum zu absolvieren. Das schöne dabei ist, dass alle immer gute Ideen mitbringen. So zum Beispiel gestaltete unsere Praktikantin Anna uns eine große, blaue Streichholzschachtel mit einem Gruppenfoto und vielen Streichhölzern mit blau gefärbten Kuppen. Diese steht immer neben der Kerze zum Anzünden bereit. Das Licht der Kerze ist für uns ein Symbol der Ruhe. Wenn sie angezündet wird, ist es plötzlich ganz still bei uns Blaufüchsen muss jedes Kind ruhig sein. Ich, der Kuschelblaufuchs, war auch einmal ein Geschenk von Almuth, einer angehenden Lehrerin. Freitags darf ich übers Wochenende mit einem Kind nach Hause gehen. Für dieses Kind ist es eine Auszeichnung, dass es für die Gruppe etwas Besonderes getan hat. Am Montagmorgen im Erzählkreis berichte ich dann von meinen Erlebnissen am Wochenende. Aber erst muss ich warten, bis ich den Stein in der Hand halte, denn nur dann darf ich sprechen. Der Morgenkreis verändert sich im Laufe der Woche. So haben sich die Kinder einen Lesekreis, einen Spielekreis, den Klassenrat und einen Wochenabschlusskreis gewünscht. Da können dann Arbeiten, die im Laufe der Woche entstanden sind vorgestellt werden. Oft kommentieren die Kinder das Anschalten der Musik, als Zeichen der beendeten Freiarbeit mit den Worten: „Oh! Jetzt noch nicht!“ oder „Können wir nicht immer nur Freiarbeit haben?“ Ich bin gern das Maskottchen der Blaufüchse. Viele neue Freundschaften entstehen, Bedürftigkeiten werden erkannt und es wird sich gegenseitig geholfen, damit sich alle wohlfühlen können.
Gruppenleiterin/Lehrerin: Anja Hartmann
Pädagogische Mitarbeiterin: Ute Bach

